In einem Online-Touristik Portal hatten wir uns eine Ferienwohnung auf Borkum für eine Woche gebucht. Das hatte eigentlich alles recht reibungslos geklappt und die Reiseunterlagen wurden uns rechtzeitig zugeschickt. Auch die Zahlungsabwicklung ging völlig korrekt über die Bühne. Für eine zusätzliche Reiserücktrittsversicherung konnten wir uns allerdings nicht entscheiden, die ebenfalls online angeboten worden war.
Ok, wir reisten mit der Bahn an und fuhren auf dem deutschen Festland bis zum Bahnhof des Außenhafens von Emden. Von dort aus setzten wir mit der Fähre auf die Insel über. Die Überfahrt dauerte zwei Stunden und 30 Minuten. Das hätten wir auch schneller haben können. Da wir ohne Auto anreisten, hätten wir besser die Passagierfähre nehmen sollen. Diese Fährverbindung wird von Katamaranen bestritten, die vom Festland nach Borkum nur eine knappe Stunde benötigen. Auf der Rückfahrt nutzten wir diese Möglichkeit dann. Vom Fähranleger auf der Insel bis zum Ort Borkum fuhren wir mit der kleinen netten Inselbahn. Kurioserweise waren sowohl die Deutsche Bahn, die Fähre und die Inselbahn pünktlich, so dass der Vermieter uns die Schlüssel für unser Ferienhäuschen auch pünktlich übergeben konnte.
Im Ferienhaus war alles, was wir brauchten, vorhanden und so konnten wir den ersten Abend zu einem ausgiebigen Spaziergang am Strand nutzen, die frische Seeluft genießen und die Sonne in das Meer tauchen sehen. Die nächsten Tage nutzten wir hauptsächlich zum Baden und Sonnenbaden. Der breite Sandstrand an der Nordküste der Insel ist dazu bestens geeignet. Uns wunderte, dass sich am Strand von Borkum Ebbe und Flut kaum bemerkbar machten. Die Nachmittage und Abende nutzten wir meistens zum Flanieren auf der prächtig ausgebauten Strandpromenade. Die Preise in den Restaurants sind einer der beliebtesten Nordseeinseln durchaus würdig, so aßen wir meist im Ferienhaus zu Abend, hatten wir doch eine kleine Küche zur Verfügung. Sicher mussten wir dazu auch einkaufen. Dafür machte sich jedoch unser Vermieter erbötig, der mit uns für eine Stunde zum kleinen Supermarkt fuhr, so dass wir die Einkäufe für eine Woche in seinem Wagen verstauen und im Ferienhaus wieder ausladen konnten.
Die Abende waren meist recht kühl, wiederum jedoch nicht zu kühl, um sie nicht bei einer guten Flasche Wein auf der Terrasse unseres Ferienhauses ausklingen zu lassen. Wir verbrachten einen wunderschönen erholsamen Kurzurlaub auf der Nordseeinsel Borkum.