Wasser
Als Insel in der Nordsee ist Borkum logischer Weise auf Boote und Schiffe angewiesen. Da die Distanz zum Festland nicht allzu groß ist, spielt die Zeit für die eigentliche Passage zur und von der Insel keine entscheidende Rolle. Zwischen dem Außenhafen von Emden und der Insel pendeln einige Autofähren. In etwa zwei und einer halben Stunde erreicht man vom Festland aus die Insel auf diesem Wege. Katamarane verkehren ausschließlich als Passagierfähren. Diese bewältigen die selbe Strecke in nicht einmal einer Stunde. Die Autofähren steuern ebenfalls den Hafen Eemshaven in den Niederlanden an. Die AG Ems fungiert mit ihren Schiffen für alle diese Linien als Reederei. Die Fahrpläne und damit alle Abfahrtzeiten sind bemerkenswerter Weise nicht abhängig von den wechselnden Gezeiten. Viele der Nachbarinseln werden durch Ausflugsschiffe von Borkum aus angelaufen.
Straße
Neben Norderney ist Borkum die einzige der ostfriesischen Inseln, wo private Autos und Motorräder zugelassen sind. Während der Sommermonate ist der private Verkehr mit Kraftfahrzeugen aller Art jedoch stark reglementiert. Hierzu wurden auf der Insel zwei Zonen geschaffen. Der Ortskern ist die rote Zone und komplett für private Autofahrten gesperrt. Im übrigen Bereich, der blauen Zone, darf in der Nacht von 21 bis 7 Uhr nicht mit privaten Kraftfahrzeugen gefahren werden.
Schiene
Die im Jahre 1888 fertig gestellte Strecke der Inselbahn hat eine Spurweite von 90 cm und ist größtenteils zweigleisig ausgebaut. Sie verbindet den Fähranleger mit dem Ort Borkum. In den Zeiten des 2. Weltkrieges gab es ausgehend von der Hauptbahn etliche militärisch genutzte Stichstrecken. In den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts stand die Bahn vor dem wirtschaftlichen Ruin. Befördert durch dem immer mehr zunehmenden Tourismus erholte sie sich jedoch wieder und ist heute eine touristische Perle. Die Bahn ist gegenwärtig sogar überlastet, so dass parallel Busstecken betrieben werden müssen.
Luft
Der Flugplatz Borkum liegt östlich von Borkum und wird im Charter- und Linienverkehr von Bremen, Düsseldorf und Emden angeflogen. Der Flughafen wird auch von Privatflugzeugen genutzt. Neben 2 Graspisten verfügt er über eine 20 m breite und 1000 m lange asphaltierte Start- und Landebahn.